15.02. – Naziaufmarsch in Cottbus verhindern!

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Am Montag, dem 15. Februar 2010 wollen Nazis durch Cottbus marschieren um den „deutschen“ Opfern der Bombardierung 1945 zu gedenken.

Aber nicht mit uns. Wir werden uns das nicht gefallen lassen.

Antifa Kundgebung: ThiemStr. / Hermann-Löns-Str. (Wendeschleife) – ab 18 Uhr!

Mehr Infos unter: www.antifa-cottbus.de

Antifa „Reaching Through“ Cottbus

mobibild

¡No pasarán! Gegen die Naziaufmärsche am 13./14. 02. 2009 in Dresden!

Der größte regelmäßige Naziaufmarsch Europas hat sich in den letzten zehn Jahren in Dresden etablieren können.
Dabei propagieren inzwischen bis zu 6.000 Nazis die Bombardierung Dresdens als „Alliierten Bombenholocaust“ und fordern Rache und Vergeltung, während sie es jedes Mal schaffen, mindestens in Sichtweite der Synagoge vorbei zu demonstrieren. Seitens der Stadt wird regelmäßig der Versuch unternommen, antifaschistischen Widerstand stark zu behindern. Trotzdem haben sich mitunter mehrere tausend Menschen den Nazis in den Weg gestellt. Es bleibt an uns, den Aufmarsch gemeinsam zu verhindern und ihnen die Straße endgültig zu entreißen!

Wir werden nicht länger hinnehmen, dass die Geschichte durch die Nazis verdreht wird!

Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!

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Siempre Antifascista – Aktion in Cottbus

Dienstag 11. November 2008, auf Tag genau ein Jahr nach der Ermordung des Antifaschisten Carlos Javier Palomino in Madrid und knapp ein Monat nach dem Mord an Fjedor Filatov in Moskau. In beiden Fällen waren die Täter gewaltbereite Nazis, die vor einem Mord nicht zurückschrecken.

Um auf die Morde der Nazis aufmerksam zu machen, haben wir, die Antifaschistische Initiative Südbrandenburg (kurz AiSB), im Rahmen des bundesweiten Aktionstag eine Wand, beim Busbahnhof in Cottbus, nicht weit von einem Naziladen, gestaltet. Die Umsetzung erfolgte binnen einiger Stunden und konnte auch unter schweren Lichtbedingungen erfolgreich, wie ihr es auf dem Foto betrachten könnt, durchgeführt werden. In der Nacht zum 12. November fanden weitere einzelne Aktionen statt.

Wir wünschen uns damit, die Bürger etwas sensibilisiert zu haben. Jede/r, der nicht in das flache Weltbild der Nazis passt, kann leicht zum Opfer eines Übergriffs werden. Die Aktion soll auch die Aufmerksamkeit auf die katastrophalen Bedingungen Andersdenkender in Russland lenken.

Nazis gibt es überall, sowie es überall Menschen gibt, die das faschistische Gedankengut ablehnen und diesem, Tag für Tag entgegentreten, um die Ideale einer Gesellschaft, einer Welt ohne Rassismus, Faschismus und Ausgrenzung zu vertreten. Dafür sagen wir Danke, dafür kämpfen wir weiter! In diesem Sinne- SiEMPRE ANTiFASCiSTA!

Wir distanzieren uns von illegalen Aktionen, Bilder dienen nur der Archivierung.

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NPD in Forster Innenstadt

Am Dienstag, dem 19. August verteilten vier NPDler in der Forster Innenstadt Handzettel und suchten Personen, die sich noch in die NPD-UnterstützerInnenliste eintragen, damit die Partei bei den Kommunalwahlen im Spree-Neiße-Kreis überhaupt antreten kann. Am Vormittag postierten sich die Rechtsextremen vor dem gut frequentierten Haupteingang des Forster Kaufland-Marktes und begannen, PassantInnen anzusprechen. Die beiden augenscheinlich Hauptverantwortlichen kamen hörbar aus Sachsen, durch ihr Äußeres waren sie nicht als Rechtsextreme zu erkennen. Ihre beiden Helfer zeigten durch T-Shirts mit den Aufschriften „Sturm 18“(Träger: Markus Noack, Guben) und „White Anger“ jedoch deutlich wessen Geistes Kind sie sind.

Durch das zivile Auftreten der beiden Sachsen ließen sich PassantInnen oft täuschen und in ein Gespräch verwickeln, doch spätestens als klar wurde, wer hier um Unterstützung wirbt, beendeten fast alle das Gespräch und auch viele der Handzettel verschwanden ungelesen in den Mülleimern.

Im direkten Umfeld der ungeliebten Wahlkämpfer versammelten sich nach und nach kritische Forster Bürgerinnen und Bürger und auch die antifaschistische Forster Jugend ließ nicht lange auf sich warten. Die Neonazis waren jetzt deutlich in der Minderheit. Weil sie der Meinung waren, dass sie von den anwesenden AntifaschistInnen bei ihrem Wahlkampf gestört werden, riefen sie die Polizei, die sich jedoch damit begnügte das Geschehen aus der Distanz zu beobachten. Auch die geringe Verstärkung durch örtliche Thor-Steinar-Fans konnte das Kräfteverhältnis nun nicht mehr verändern.

Vielleicht aus Frust über die oft sehr abweisenden PassantInnen oder die Überzahl der GegnerInnen verließen die sächsischen NPDler die Stadt gegen Mittag. Die letzten 5 Nazis sind sogar, um weitere Auseinandersetzungen mit den Antifas aus dem Weg zugehen , weggerannt. Wahrscheinlich haben sie es aber dennoch geschafft alle für die Kandidatur nötigen Unterschriften zu sammeln, was bedeutet, dass bis zu den Kommunalwahlen mit erhöhter Präsenz NPD und Co. in den regionalen Fußgängerpassagen gerechnet werden muss.

Cottbus – Schmellwitz unter rechter Propaganda

Vermutlich in der Nacht vom 17 zum 18.08, anlässlich der Heß-Gedenktage, haben Nazis der „Freien Kräften Cottbus“ im Stadtteil Schmellwitz (Cottbus) Aktionen durchgeführt. Von der Bahnhaltestelle Beuchstaße bis Endhaltestelle Schmellwitz, Anger der Linie 1 waren mehrere Aufkleber an Straßenlaternen, Verkehrsschildern, Haltestellen und Hauseingängen geklebt worden. Mit 4 gesprühten Schablonenbildern mit dem Abbild von R. Heß, haben sie zudem nach ihren Denken die Endhaltestelle Schmellwitz Anger „verschönert“. Die Umgebung der Straße Zuschka in Neuschmellwitz wurde mit 6 Schablonenbildern verunstaltet. Mittlerweile sind die meisten, der auf mehr als 50 geschätzten Aufkleber, entweder von einigen wenigen wachsamen BürgerInnen entfernt bzw. von Antifaschisten innerhalb kürzerer Zeit überklebt worden. Von bundesweit angekündigten Spontan Demonstrationen oder anderen Aktionen war nichts zu spüren.
Die triste Wohngegend Neuschmellwitz bleibt somit weiterhin ein Brennpunkt und Nährboden für nationales Gesindel und das wird sich auch vorerst nicht ändern, denn auch die gut gemeinte Arbeit vom „Stadtteilladen Schmellwitz“ kann an der Entwicklung des Viertels wenig ausrichten. Für die meisten der jungen Menschen ist Schmellwitz unattraktiv. Auf rechtsorientierte Propaganda, die fast überall im Viertel vorzufinden ist, kommt so gut wie keine Reaktion seitens der Bevölkerung. Dass Mensch bei sowas unfreiwillig an den Artikel „Wo die Angst regiert“ (Zeit, 01.06.2006 Nr.23) erinnert, ist der Beweis dafür, dass seitdem die Entwicklung in Neuschmellwitz nicht steht sondern zurückgeht.

NPD bläst zum Angriff

Lange Zeit war nichts mehr von der NPD und seinem braunen Gefolge in Südbrandenburg zusehen , ein paar Naziaufkleber hier ein paar kleine Schmierereien da was aber eigentlich nichts ernstes für diese Region bedeutet.
Dieser ruhige Zustand ließ selbst dem Verfassungsschutz glauben die NPD werde nicht so massiv zu den Wahlen in Erscheinung treten und nur vereinzelt wie beispielsweise in Cottbus kandieren.
Die letzten Tage zeigten aber deutlich das die NPD aus ihrem kurzen Dornröschenschlaf erwacht ist und auf breiter Front angreift. So trafen sich am 12. und 13. August ca. 10-20 NPD (u.a. Andreas Storr) und „Freie Kräfte Cottbus“ Nazis vor dem technischen Rathaus in Cottbus um Passanten zu einer Unterschrift zu bewegen die es der NPD ermöglichen soll am 28. September zu den Kommunalwahlen zugelassen zu werden. Da es scheinbar aber nicht so einfach ist für jeden Bezirk in Cottbus 20 Faschos zur einer Unterschrift im Rathaus zu bewegen, holte sich die NPD Verstärkung aus der Oberlausitz die gleich mit einem alten VW Transporter die Nazis vor der Haustür abholten und vor dem Rathaus abgesetzt haben. Begleitet wurde diese ganze Aktion von einigen Antifaschisten die aber bei der Vielzahl von Nazis und der zu kurzen Mobiliserungszeit nicht verhindern konnten das die NPD alle erforderlichen Unterschriften für die Zulassung zu den Kommunalwahlen zusammen bekommt.

Damit aber nicht genug, bestärkt durch den Erfolg in Cottbus trafen sich am 19.08 mehrere Nazis in Döbern und Forst um ebenfalls Unterschriften vor dem Rathaus zu sammeln. Dies konnten sie allerdings nicht ganz Ungestört tun. Da einige AntifaschisteInnen und Antifaschisten vor Ort aktiv störten und Bürger über den rechten Rattenfang aufklärten und ebenfalls Info-Material verteilt haben. So standen die Faschos einige Zeit ziemlich allein und verlassen in Döbern vor dem Rathaus und telefonierten wie wild um Verstärkung zu ordern die leider nicht kam.

In Forst eine ähnliche Show, ein paar Nazis die verzweifelt versuchten Unterschriften zu sammeln, vernachlässigt von den Bürgern und umringt von ca. 20 Antifas. Diesmal hielten es die Nazis aber nicht solange aus und flüchteten nach einer weile zu ihren Kameraden nach Döbern um nun mit geballter Kraft ihre Unfähigkeit zu präsentieren und sich wieder dem Gelächter und ein paar Wurfgeschossen der örtlichen Aktivisten auszusetzen um dann endlich die Heimreise anzutreten.

Aber nicht nur die NPD war die letzten Tage aktiv. Auch die „Freien Kräfte Cottbus“ ließ es sich nicht nehmen auf sich und dem Bruchpiloten Rudolf Heß aufmerksam zumachen. So besprühten sie einige Wände im Cottbuser Stadtteil Schmellwitz und klebten in der ganzen Stadt dutzende Aufkleber, diese wurden aber am folgenden Tag erfolgreich entfernt bzw. mit Antifa Stickern überklebt worden.

All diese Aktionen der Nazis zeigen aber eins deutlich das die Faschos es wohl wieder wissen wollen und in den kommenden Wochen mit deutlich mehr Stress zu rechnen ist.

Aktuelles aus Lübben im Spreewald

Lübben, ein verträumter Ort im Spreewald, könnte mensch denken. Doch wer genauer hinschaut erwacht vielleicht nie wieder aus einem Alptraum.

Lübben: Für die einen ein touristischer Verkehrsknotenpunkt, mit der hübsch gestalteten Lübbener Schlossinsel und seinem Wächter und einer schönen restaurierten Altstadt mit einem spielenden Brunnen aufm Marktplatz und eine ins Baugerüst gehüllte Paul-Gerhardt-Kirche. Es gibt ausgiebige Spreekahnfahrten, Kanutouren in den Oberen und Unteren Spreewald. Naherholung für Kurzurlauber und gestresste Cottbusser und Berliner die der „Großstadt“ entfliehen und sich entspannen wollen.

Lübben: Für die anderen eine Angstzone und „No-go-area“ für „irgendwie andersartige“ (egal ob Schwarze Hautfarbe, Bunte Haare oder irgendwie Alternativ). Wo jeder der etwas gegen „Rechts“ agiert irgendwann dafür zur Rechenschaft gezogen wird. Wo viele einfach nur zusehen, statt einzugreifen. Wo Nazis Angst und Schrecken verbreiten können und der Staat und die Öffentlichkeit mit beiden Schultern zucken und offenbar hilflos daneben stehen wenn der Naziterror wütet. Wo die Nazis als Feigenblatt dafür herhalten, das alles andere das kleinere Übel sei.
Mit polizeilichen Mitteln ist den Nazis nicht Herr zu werden (Razzia gegen den Bunker 88) und mit politischen Mitteln (Kauf des Bunker 88 durch die Stadt) erst recht nicht. Es mag sein, daß nun ein zentraler Treffpunkt weg ist. Das war aber längst nicht der Einzige. Nazis treffen sich in Lübben übrigens nicht nur verborgen in irgendwelchen geheimgehaltenen finsteren Höhlen, sondern ganz öffentich, zum Beispiel in der Breiten Straße am Haintor oder im Radensdorfer Jugendklub.

Würde mensch einige Bürger in Lübben auf „das Naziproblem“ ansprechen, würden viele wahrscheinlich gar keine bemerkt haben. Weil manche von ihnen entweder selbiges Gedankengut haben und „das kann ja nicht faschistisch sein“ oder sie immernoch glauben das Nazis Glatze, Springerstiefel und Bomberjacke anhaben. Und selbst wenn sie „Nazis entdecken“, so haben viele Lübbener andere Probleme als sich mit Nazis zu beschäftigen.

Es mag ja sein das ihr „Bunker88″ ein wichtiger Anlaufpunkt der lokalen Naziszene war und durch „Konzerte“ für eine fast schon automatische überregionale Vernetzung sorgte. Aber letztlich war der Bunker mehr als nur ein „Symbol“. Schließlich passierten öfters Übergriffe aus dem Bunker heraus.

Lübben ist weiterhin ein relativ ungestörter „Spielplatz“ für Neonazis, die auch mal über einen kurzen Zeitraum schnell ein paar Dutzend Kameraden mobilisieren können. Klar mögen einige Nazis eher politisch sein, andere Nazis lieber saufen, die nächsten erhoffen sich etwas vom Landtagswahlkampf und wiederum anderen ist die NPD nicht „national-sozialistisch“ genug. Trotzdem sind sie ALLE NAZIS! Wie wir sie nun letztlich nennen, ist ihnen bei ihren Anschlägen auf uns egal. Es gibt sie schon eine ganze Weile hier und auch wenn es mal „medial“ nicht so laut um sie war, so machen sie dennoch gezielte Übergriffe.

Ein Problem zum Beispiel ist, daß sich eingeschüchterte Leute noch nicht einmal trauen, von auf ihnen passierten Übergriffen zu reden. Ein anderes das der „Terror“ um einiges subtiler daher kommt, als sich das nichtbetroffene Leute vorstellen können.

Auch in eher „links besetzte“ Kreise dringen sie ein, versuchen gezielt herauszufinden wer „bei der Antifa dabei ist“ und „wer nicht“. Wer dann „erstmal die Füsse stillhält“ und „wer sich nicht so leicht einschüchtern lässt“ und trotzdem weiter macht. Für die Nazis ist das ein lustiges Spiel und wenn ihnen langweilig ist treiben sie es halt immer weiter. Es ist natürlich klar, daß mensch sich über kurz oder lang nicht verstecken oder verbergen oder gar weglaufen kann. Läuft mensch vor seinen Problemen weg springen sie einen in den Rücken und mißhandeln einen danach. Besonders leicht haben es die Nazis überregional, weil die Leute, die noch etwas anderes als „Spreewaldkähne“ sehen wollen, wegziehen. Die Vernünftigeren, die andere Mitmenschen auf dieses Nazi-Problem sensibilisieren könnten, hauen halt ab und die Nachwachsenden müssen sich erst einmal gegen die mittlerweile „älter gewordenen“ Nazis behaupten und dann noch den Drang verspüren ihre Nachbarn darüber aufzuklären.

Polizeilich ist mit ihnen erst recht nicht fertig zu werden. Zivilbürgerlich-Politisch auch nicht. Was sollte die Stadt denn noch tun? Reichen denn da nicht eins-zwei Sozialarbeiter und das medienwirksame „Aufkaufen“ eines Nazi-Treffpunktes? Ausserdem gibt es ja noch „linken Extremismus“! Was nützt all das wenn die Stadt im selben Ort z.B. in Lübben-Radensdorf einen Jugendklub betreibt, der faktisch als Anlauf- und Vernetzungsstelle dient, wenn „Kamerad“ nicht allein zur „Demo“ fahren möchte oder die nächsten Aktionen plant.

Auch vor Vertretern der bürgerlich-kapitalistischen Politik machten Nazis bisher kein Halt. Nazis bedankten sich zum Beispiel bei Frau Weber indem sie ihr Haus beschmierten und ein Transparent aufhingen mit der Überschrift: „Halbe ist bunt? Taten statt Worte“. Karin Weber ist Mitglied des Brandenburger Landtags für die Linkspartei. Sie solidarisierte sich in Lübben mit antifaschistischen Jugendlichen, lief in Lübben am 12. April 2008 bei einer Antifa-Demo mit und saß am 8.Mai 2008 mit Jugendlichen auf der Schlossinsel zusammen, um die „Befreiung vom Hitlerfaschismus“ zu feiern.

Nazis machten des öfteren Übergriffe. Die Lausitzer Rundschau schrieb anlässlich einer NPD-Mahnwache am 26.April 2008: „Lübben – Eine Gruppe alternativer Jugendlicher wurde von mehreren Rechten auf ihre Teilnahme an einer Anti-Nazi-Demonstration angesprochen. Die Rechten verfolgten die Jugendlichen und griffen einzelne Personen aus der Gruppe an. Einige der Betroffenen mussten sich im Krankenhaus ambulant behandeln lassen.“

Es war an diesem Tag zu einer Gegenkundgebung durch Antifaschist_Innen gekommen. Ca 15 Nazis, teilweise mit „Hakenkreuz“ und „Blood & Honour“ aufm T-Shirt, standen zeitweilig ca. 30 Antifaschist_Innen gegenüber, die sie die ganze Zeit mit Musik beschallten. Auch Manuel Hochratz, Antreiber der „Jugendoffensive Lausitz“, ließ es sich nicht nehmen mal vorbeizukucken. Und Heiko Lehmann, Verurteilter im Cottbusser Fragezeichen Prozeß, welcher auch schon 2 Wochen vorher bei dem Aufmarsch mitlief, stand die ganze Zeit bei der NPD.

2 Wochen davor organisierte eine sogenannte „Jugendoffensive Lausitz“ einen größeren „Naziaufmarsch“ mit ca 300 Nazis, denen 150 Antifaschist_Innen gegenüberstanden. Unterstützt wurde sie aus Leipzig und Berlin (u.a. Freie Nationalisten Rudow). Dieser Aufmarsch, der am 12. April 2008 stattfand, reihte sich in eine ganze Reihe von ähnlich konzipierten Neonazi-Aufmärschen in Südbrandenburg und Ostsachsen ein. Dasselbe Motto zum geplanten Aufmarsch und dieselbe Kampagnenartige Aufmachung wie auf deren Seite im Internet wurde bereits zur Mobilisierung zu Demos in Lübben, Bautzen und Hoyerswerda verwendet.

Diese Aufmärsche wurden maßgeblich aus dem ehemaligen Umfeld des „Lausitzer Aktionsbündnis“ um Sebastian Richter mit Unterstützung des JN-Stützpunktes Hoyerswerda (Junge Nationaldemokraten) organisiert. Das ehemalige „Lausitzer Aktionsbündnis“ und die damit verbundene „Jugendoffensive Lausitz“ sind inzwischen jedoch weitgehend in JN-Strukturen übergegangen – unter dem Druck von steigender Repression sind die Nazis damit einem möglichen staatlichen Verbot zuvorgekommen.

Die Polizei ging hingegen teilweise repressiv gegen ca 25 Jugendlichen vor, die am 8.Mai 2008 zu Ehren der „Befreiung vom Faschismus“ auf der Lübbener Schlossinsel ein antifaschistisches Picknick mit Transparenten gegen Nazis machten. Nazis die sich zu einem Überfall angekündigt hatten, blieben an diesem Tag weg. Zuvor wurde beim Sowjetischen Ehrenmal in der Friedenstraße dem 8.Mai gedacht.

Beim antifaschistischen Fußballturnier in Lübben am 28. Juni 2008 versuchten die Nazis zu zeigen, das Lübben ihnen gehört. Dort waren ca 80 Linke, die ungefähr 8 Frauen- und Mannschaften bildeten. Mannschaftsnamen wie Bumsebienchen, Sportgruppe Ost, Heimvorteil, The Nice Guys, Fußtek waren zu vernehmen. Zuallererst lief Baumann mit Frau, Kind und Hund vorbei. Der hatte schon am 12. April aufm Marktplatz die „Antifa-Demo“ abfotografiert. Nun tat er scheinheilig so, als ob er nur zufällig da sei. Das er nicht zufällig da vorbeiläuft hat man gesehen, als er beim 2. Mal ohne Kind, mit Frau und Hündchen nochmal vorbeilief und dann NOCHMAL. Es ließen auch Bierwagen und Greschke nicht lange auf sich warten. Reichelt traute sich damals nicht so weit ran. Dann kam noch ein Grüppchen dessen Anführer Figula war. Erst kamen sie zu zweit. Sein Kamerad hatte ein „Freiheit für Ernst Zündel“ T-Shirt an. Ernst Zündel sitzt wegen Holocaustleugnung im Gefängnis. Als sie dann noch 2 weitere Frauen dabei hatten kamen ihnen aufeinmal 30 Antifaschist_Innen entgegen. Das hat ihnen wohl soviel Angst gemacht, das sie sich den ganzen restlichen Turniervlauf nicht mehr blicken ließen. Lothar Bretterbauer von der CDU, seinerseits Bürgermeister von Lübben, fuhr sogar mit dem Fahrrad vorbei. Im Halbfinale spielten dann „Fußtek“ gegen „Aufs Maul“. Es gewann Fußtek. Im Finale spielten zwei Lübbener Mannschaften, das wäre so als wenn Bayern-München gegen Hertha im Europapokalfinale spielen würde. In der ersten Halbzeit führte „Heimvorteil“ gegen „Niceguys“ bereits 4:1. Letztlich gewann Heimvorteil 6:3.

Das war die 3. oder 4. Klatsche die sich die Nazis innerhalb von 3 Monaten holten.

Reichelt und Wassermann

Dick und Doof heissen in Lübben: Wassermann und Reichelt. Diese sind 2 Nachwuchsnazikader. Sie sind schon am Vorabend des 12.April, also der Antifa-Demo und Naziaufmarsch, mit „Fetter Kamera“ mehrmals am „Nevermind“, eine linksalternative Musikkneipe in Lübben, vobeigefahren und haben offensichtlich Leute gefilmt die draussen standen. Irgendwann stellten sie sich provokativ direkt in die Bergstraße, mit 4 Kameraden plus Kamera im Auto hin. Als 30 Augenscheinliche Linke plötzlich um ihr Auto rumstanden, rasten sie mit 70 Sachen die Bahnhofstraße runter und wurden von der Polizei angehalten. Gleichzeitig wurde ja damals in Spremberg „Schwarze Pumpe“ im Bunker 38 ein Nazitreffen aufgelöst. Der Bunker 88 in Lübben wurde ja durch die Stadt medienwirksam aufgekauft und als der ultimative Kampf gegen Nazis verkauft. Vorher wollte man auch mal dem „Forum gegen Rechte Gewalt“ die Mittel streichen.

Später am Abend tauchten nochmal im strömenden Regen ein dutzend Nazis auf, denen Am Haintor wohl zu kalt war. Sie wollten wohl Ärger machen und wurden weggeschickt. Am nächsten Abend, nach den Demos fuhren Nazis ebenfalls Streife, trauten sich aber zum Beispiel nicht auszusteigen, als Antifaschisten aus Langeweile in der Nacht aufm Marktplatz Antifaparolen rumgrölten.

Einmal saßen Antifas mit Propagenda am Bahnhof rum. Wassermann fuhr mit Fahrrad vorbei, 2 Minuten später waren 2 Einsatzfahrzeuge der Nazis da, sie fuhren wieder weg.

2 Wochen nach den Aufmärschen, am 26.April 2008 waren die sich blamierende NPD und die Antifa schon wieder aufm Marktplatz. Als die Antifa-Demo wieder am Bahnhof ankam. Stand Reichelt mit ein paar Fußballfreunden am Bahnhof rum, um zum Energie-Spiel zu fahren. Aber musste nicht denken, daß der irgendwie die Klappe aufgemacht hat.

Andere wichtige Kader sind Martin Jahn und Figula. Martin Jahn hat zum Beispiel Heldenhaft den Bunker88 verteidigt, als die Bullen den stürmten. Ausserdem wurde er beim Zupflastern des Arbeitsamtes in Lübben gesehen. Insbesondere die Radensdorfer Jungnazis dürfen bei keiner Nazi-Aktion fehlen. So waren diese bereits 2006 auf der Naziaufmarsch in Lübben dabei und trugen ein „Freiheit für Zündel“-Transparent.

Manuel Kossatz und David Schmidt

Ältere Nazis sind Manuel Kossatz und David Schmidt. Diese sind schon seit 13 Jahren in der Lübbener Naziszene aktiv. David Schmidt trat zum Beispiel als Mieter des Bunker88 in Erscheinung.

Wer allerdings glaubt das die Nazis desorganisert sind der täuscht sich. Sie gehen gezielt gegen einzelne vor und treten des öfteren auch in großen Gruppen auf, insbesondere in den letzten Wochen. In letzter Zeit versucht auch die NPD das Nazipotenzial Lübbens für sich zu vereinnahmen. Bisher gab es eigentlich ein relatives Desinteresse der meisten Nazis an dieser Partei, ob das anders geworden ist werden ja die Kommunalwahlen zeigen.

Antifa Verteilaktion in Spremberg

Am Sonntag dem 03.08 trafen sich mehr als 30 Antifaschistinnen und Antifaschisten in Spremberg bei Cottbus. Um aktiv auf der Straße, Flyer und Zeitungen zur Kampagne „Keine Stimme den Nazis“ zu verteilen und über regionale Nazistrukturen und den kommenden Kommunalwahlen, in denen die NPD verstärkt antreten will, aufzuklären.

Die vielen Passanten, welche zu diesem Zeitpunkt auf dem zentralen Marktplatz unterwegs waren, suchten vermehrt das Gespräch und waren interessiert, aber auch schockiert über die Brutalität und über das vermehrte Auftreten der immer stärker werdenden Rechten in der Region. Dabei ist sowohl der Bunker 38 zu nennen, welcher als regelmäßiger Treffpunkt der rechten Szene in Südbrandenburg gilt, als auch der feige Übergriff von Rechten auf das Auto einer Familie, die den Nazis ein Dorn im Auge war. Des Weiteren kam es in der Vergangenheit zu häufigen Haus- bzw. Schulbesuchen von Anhängern der rechten Szene, um Linke und alternative Jugendliche einzuschüchtern.
Nachdem hunderte Flyer und Zeitungen verteilt wurden, kam es am Ende noch zu einer Konfrontation mit ein paar
Faschos, die sich durch die anwesenden Antifas gestört fühlten und einen Aktivisten leicht attackierten. Im Zuge dessen wurde das Auto eines Nazis leicht beschädigt. Daraufhin rief dieser die Bullen.
Als Resultat zogen sich sowohl Nazis als auch Antifas zurück, um den Konflikt mit der Polizei aus dem Weg zu gehen.
Dennoch zeigt dieser Übergriff und die zahlreiche Präsenz von Nazis, welche vermehrt aus dem Kickbox Umfeld kommen, deutlich, wie wichtig es ist, in Spremberg und Umgebung weiter aktiv zu sein und den Nazis keinen Zentimeter zu überlassen. Wir machen weiter!

29.08-31.08.2008 in Finsterwalde

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Es ist die Zeit der immer stärker werdenden Kontrolle bis in die tiefsten Lebensbereiche. Es ist die Zeit, in der jede/r, welche/r sich nicht opportunistisch und konform der herrschenden Klasse gegenüber verhält, stigmatisiert, gejagt und geächtet wird; im Namen einer Freiheit, die nicht existiert!
Es ist die Zeit, in der Freiheit nicht existieren kann, insofern Mensch diese nicht erkämpft! Es ist die Zeit, in der freiheitliche Gedanken in die Tat umgesetzt werden müssen, in Form von Direkter Aktion und zwar genau da, wo sie nicht zurückgedrängt bzw. ignoriert werden können:
In der Öffentlichkeit, auf der Straße also den Bereich, die sowieso ALLEN gehört!
Es ist die Zeit, die Stadt zurückzuerobern. Mit kreativen, subversiven Aktionsformen, um der Öffentlichkeit eine andere Kultur und eine andere Art zu leben entgegenzusetzen!

Verschiedene Formen der Freiräume Verdrängung machen auch vor der Provinz nicht halt. Hier in Finsterwalde gab es mehrere Squats, welche mittlerweile ausnahmslos geräumt sind. Übrig geblieben ist wenigstens ein Wohnprojekt, leider auf Mietbasis, welches der Stadt „gehört“. Dieses Haus ist auch der Dreh- und Angelpunkt unserer Veranstaltung, zu der wir euch herzlich einladen. Dazu gilt es noch anzumerken, das unser reclaim the City-Fest nicht die einzige Veranstaltung ist, die am Wochenende vom 29.08-31.08.2008 in Finsterwalde läuft(leider):
Es findet nämlich noch das sogenannte „Sängerfest“ statt, welches seinen Bezug auf Finsterwalde als „Sängerstadt“ nimmt und in typischer Volksfestmanier mit einer Vielzahl von Bühnen und noch mehr Bierständen alle zwei Jahre an die nochmals 20.000 Gäste in die 20.000- EinwohnerInen-Stadt lockt. Durch den damit einhergehenden Lokalpatriotismus der ganz groß gefeiert wird, fühlen sich natürlich auch die örtlichen Nazis eingeladen, welche in einer beachtlichen Zahl anwesend sein werden. Chronisch verdrängt werden bei solchen Feierlichkeiten alternative Kulturen, denn die passen den OrganisatorInnen des „Sängerfestes“ nicht so recht ins Bild. Stattdessen ist das Kulturangebot eher einseitig, was uns motiviert, da anzusetzen und einen Gegenpol zu bieten zu bürgerlichem Mainstream und rechtem Rand. Es wird ein musikalisches Angebot unserseits geben, sowie Augen- und Gaumenschmaus und Workshops, bei denen sich ausgetobt werden kann. Gleichzeitig bieten wir einen Schutzraum für all die Leute die auf Nazis keinen Bock haben, denn in der Hinsicht wird Finsterwalde als unsicher betrachtet werden müssen!
Auch die im September anstehenden Kommunalwahlen werden von uns thematisiert, sowie der immer ernstere Versuch der NPD, in Finsterwalde Fuß zu fassen. Die Möglichkeit von entsprechenden Aktionen an diesem Wochenende „halten wir uns offen“!
Also kommt zahlreich zum RECLAIM-THE-CITY-FESTIVAL uns zeigt mit uns, dass es eine Vielzahl anderer Möglichkeiten und Aspekte gibt zu leben und zu feiern, außerhalb der kapitalistischen Verwertungslogistik!

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Freitag: ab 18 Uhr Konzerte

Chemieverseucht (HC-Punk/Halle)
El Gato (Stoner-Rock/Finsterwalde)
Sweet Day Killing (Metalcore/Finsterwalde)
Human Waste (Punkrock/Gröditz)
Second Try (HC-Punk/NRW)

Samstag:

Ab 11 Uhr
-Frühstück
-“Kidz-Time“-spielen und basteln für die Kiddies
-Graffiti-Workshop
- 13-17 Uhr Schablonenworkshop

Ab 18 Uhr
-Stoerenfried (Noise (MK-Ultra/DD))
-Mean Bean (Breakcore&Hardcore (MK-Ultra/DD))
-Miasma (Breakcore, Dubstep, Experimental (MK-Ultra/Dresden))
-Hexogen (live (Protek/Dresden))
-Mabuse (Protek/Dresden)
-Backi vs Selen (Dorfcore/Finsterwalde)

Sonntag:
Ab 11 Uhr
-Frühstück
-Kidz-Time
-Graffiti-Workshop
Ab 16 Uhr
-999 (Punkrock/Dresden)
-Total Konfus (Punkrock/Dresden)
- Built in trust (Oldschool-HC/Senftenberg)
-Human Kapital (Punk/Nürnberg)

Die Veranstaltungen finden in der Naundorferstraße statt!

-Lecker Vokü gibt´s das ganze Wochenende über

-Ebenso das ganze Wochenende zeigen wir unterschiedliche Filme in zeckigem Kino-Ambiente

-Im Haus wird es eine Ausstellung mit alternativer Kunst von unterschiedlichen Künstlern geben

-Am Graffiti-, Kletter und Schablonenworkshop können reichlich Menschen teilnehmen. Material und Fläche werden ausreichend zur Verfügung gestellt. Beim Graffiti-Workshop wäre eine Spende angenehm.

Bis Bald wir freuen uns auf euch.