Cottbus – Schmellwitz unter rechter Propaganda

Vermutlich in der Nacht vom 17 zum 18.08, anlässlich der Heß-Gedenktage, haben Nazis der „Freien Kräften Cottbus“ im Stadtteil Schmellwitz (Cottbus) Aktionen durchgeführt. Von der Bahnhaltestelle Beuchstaße bis Endhaltestelle Schmellwitz, Anger der Linie 1 waren mehrere Aufkleber an Straßenlaternen, Verkehrsschildern, Haltestellen und Hauseingängen geklebt worden. Mit 4 gesprühten Schablonenbildern mit dem Abbild von R. Heß, haben sie zudem nach ihren Denken die Endhaltestelle Schmellwitz Anger „verschönert“. Die Umgebung der Straße Zuschka in Neuschmellwitz wurde mit 6 Schablonenbildern verunstaltet. Mittlerweile sind die meisten, der auf mehr als 50 geschätzten Aufkleber, entweder von einigen wenigen wachsamen BürgerInnen entfernt bzw. von Antifaschisten innerhalb kürzerer Zeit überklebt worden. Von bundesweit angekündigten Spontan Demonstrationen oder anderen Aktionen war nichts zu spüren.
Die triste Wohngegend Neuschmellwitz bleibt somit weiterhin ein Brennpunkt und Nährboden für nationales Gesindel und das wird sich auch vorerst nicht ändern, denn auch die gut gemeinte Arbeit vom „Stadtteilladen Schmellwitz“ kann an der Entwicklung des Viertels wenig ausrichten. Für die meisten der jungen Menschen ist Schmellwitz unattraktiv. Auf rechtsorientierte Propaganda, die fast überall im Viertel vorzufinden ist, kommt so gut wie keine Reaktion seitens der Bevölkerung. Dass Mensch bei sowas unfreiwillig an den Artikel „Wo die Angst regiert“ (Zeit, 01.06.2006 Nr.23) erinnert, ist der Beweis dafür, dass seitdem die Entwicklung in Neuschmellwitz nicht steht sondern zurückgeht.