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¡No pasarán! Gegen die Naziaufmärsche am 13./14. 02. 2009 in Dresden!

Der größte regelmäßige Naziaufmarsch Europas hat sich in den letzten zehn Jahren in Dresden etablieren können.
Dabei propagieren inzwischen bis zu 6.000 Nazis die Bombardierung Dresdens als „Alliierten Bombenholocaust“ und fordern Rache und Vergeltung, während sie es jedes Mal schaffen, mindestens in Sichtweite der Synagoge vorbei zu demonstrieren. Seitens der Stadt wird regelmäßig der Versuch unternommen, antifaschistischen Widerstand stark zu behindern. Trotzdem haben sich mitunter mehrere tausend Menschen den Nazis in den Weg gestellt. Es bleibt an uns, den Aufmarsch gemeinsam zu verhindern und ihnen die Straße endgültig zu entreißen!

Wir werden nicht länger hinnehmen, dass die Geschichte durch die Nazis verdreht wird!

Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!

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29.08-31.08.2008 in Finsterwalde

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Es ist die Zeit der immer stärker werdenden Kontrolle bis in die tiefsten Lebensbereiche. Es ist die Zeit, in der jede/r, welche/r sich nicht opportunistisch und konform der herrschenden Klasse gegenüber verhält, stigmatisiert, gejagt und geächtet wird; im Namen einer Freiheit, die nicht existiert!
Es ist die Zeit, in der Freiheit nicht existieren kann, insofern Mensch diese nicht erkämpft! Es ist die Zeit, in der freiheitliche Gedanken in die Tat umgesetzt werden müssen, in Form von Direkter Aktion und zwar genau da, wo sie nicht zurückgedrängt bzw. ignoriert werden können:
In der Öffentlichkeit, auf der Straße also den Bereich, die sowieso ALLEN gehört!
Es ist die Zeit, die Stadt zurückzuerobern. Mit kreativen, subversiven Aktionsformen, um der Öffentlichkeit eine andere Kultur und eine andere Art zu leben entgegenzusetzen!

Verschiedene Formen der Freiräume Verdrängung machen auch vor der Provinz nicht halt. Hier in Finsterwalde gab es mehrere Squats, welche mittlerweile ausnahmslos geräumt sind. Übrig geblieben ist wenigstens ein Wohnprojekt, leider auf Mietbasis, welches der Stadt „gehört“. Dieses Haus ist auch der Dreh- und Angelpunkt unserer Veranstaltung, zu der wir euch herzlich einladen. Dazu gilt es noch anzumerken, das unser reclaim the City-Fest nicht die einzige Veranstaltung ist, die am Wochenende vom 29.08-31.08.2008 in Finsterwalde läuft(leider):
Es findet nämlich noch das sogenannte „Sängerfest“ statt, welches seinen Bezug auf Finsterwalde als „Sängerstadt“ nimmt und in typischer Volksfestmanier mit einer Vielzahl von Bühnen und noch mehr Bierständen alle zwei Jahre an die nochmals 20.000 Gäste in die 20.000- EinwohnerInen-Stadt lockt. Durch den damit einhergehenden Lokalpatriotismus der ganz groß gefeiert wird, fühlen sich natürlich auch die örtlichen Nazis eingeladen, welche in einer beachtlichen Zahl anwesend sein werden. Chronisch verdrängt werden bei solchen Feierlichkeiten alternative Kulturen, denn die passen den OrganisatorInnen des „Sängerfestes“ nicht so recht ins Bild. Stattdessen ist das Kulturangebot eher einseitig, was uns motiviert, da anzusetzen und einen Gegenpol zu bieten zu bürgerlichem Mainstream und rechtem Rand. Es wird ein musikalisches Angebot unserseits geben, sowie Augen- und Gaumenschmaus und Workshops, bei denen sich ausgetobt werden kann. Gleichzeitig bieten wir einen Schutzraum für all die Leute die auf Nazis keinen Bock haben, denn in der Hinsicht wird Finsterwalde als unsicher betrachtet werden müssen!
Auch die im September anstehenden Kommunalwahlen werden von uns thematisiert, sowie der immer ernstere Versuch der NPD, in Finsterwalde Fuß zu fassen. Die Möglichkeit von entsprechenden Aktionen an diesem Wochenende „halten wir uns offen“!
Also kommt zahlreich zum RECLAIM-THE-CITY-FESTIVAL uns zeigt mit uns, dass es eine Vielzahl anderer Möglichkeiten und Aspekte gibt zu leben und zu feiern, außerhalb der kapitalistischen Verwertungslogistik!

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Freitag: ab 18 Uhr Konzerte

Chemieverseucht (HC-Punk/Halle)
El Gato (Stoner-Rock/Finsterwalde)
Sweet Day Killing (Metalcore/Finsterwalde)
Human Waste (Punkrock/Gröditz)
Second Try (HC-Punk/NRW)

Samstag:

Ab 11 Uhr
-Frühstück
-“Kidz-Time“-spielen und basteln für die Kiddies
-Graffiti-Workshop
- 13-17 Uhr Schablonenworkshop

Ab 18 Uhr
-Stoerenfried (Noise (MK-Ultra/DD))
-Mean Bean (Breakcore&Hardcore (MK-Ultra/DD))
-Miasma (Breakcore, Dubstep, Experimental (MK-Ultra/Dresden))
-Hexogen (live (Protek/Dresden))
-Mabuse (Protek/Dresden)
-Backi vs Selen (Dorfcore/Finsterwalde)

Sonntag:
Ab 11 Uhr
-Frühstück
-Kidz-Time
-Graffiti-Workshop
Ab 16 Uhr
-999 (Punkrock/Dresden)
-Total Konfus (Punkrock/Dresden)
- Built in trust (Oldschool-HC/Senftenberg)
-Human Kapital (Punk/Nürnberg)

Die Veranstaltungen finden in der Naundorferstraße statt!

-Lecker Vokü gibt´s das ganze Wochenende über

-Ebenso das ganze Wochenende zeigen wir unterschiedliche Filme in zeckigem Kino-Ambiente

-Im Haus wird es eine Ausstellung mit alternativer Kunst von unterschiedlichen Künstlern geben

-Am Graffiti-, Kletter und Schablonenworkshop können reichlich Menschen teilnehmen. Material und Fläche werden ausreichend zur Verfügung gestellt. Beim Graffiti-Workshop wäre eine Spende angenehm.

Bis Bald wir freuen uns auf euch.

Turn Left – Smash Right//

antifa Lübben, die Paul-Gerhardt-Stadt, in der Niederlausitz. Bekannt als das „Tor zum Spreewald“ und Durchlaufstation unzähliger Touristen-Ströme. Kreis-Stadt mit einer Feuerwehr, Sportvereinen und einer Fußballmannschaft in der Verbandsliga. Bekannt für die „Spreewälder Gurken“, die „Spreewaldkähne“ und die Spreewald-Klinik.

Die Stadt veranstaltete öffentliche „Fußball-Übertragungen“ der deutschen Nationalmannschaft auf dem Marktplatz, wobei sie im Verhältnis mit den Großstädten Berlin und Hamburg mithalten kann. So gab es vor kurzem ein „No Angels“-Konzert auf der Lübbener Schloss-Insel. Es gibt jährlich die überregionalen „Spreewaldfestspiele“,… und … es gibt Nazis!

Lübben im Spreewald gelangte am Anfang diesen Jahres überregional in die Medien zu trauriger Berühmtheit. Grund hierfür war die polizeiliche Erstürmung des „Bunker 88″ – des „Jugendclubs der Heil Hitler heisst“ (Lausitzer Rundschau, mehr), denn 88 = HH was für Heil Hitler steht. Dabei verschanzten sich rund 50 von 200 anwesenden Neonazis und setzten sich der Polizei mit massiver Gewalt zur Wehr. Im April marschierten die Nazis für ihren Bunker88, daraufhin kaufte die Stadt das Grundstück und will dort „Eigenheime statt Braune Bunker“(Lausitzer Rundschau, mehr) bauen.

Doch was hat sich lokal geändert? Die überregionale Nazi-Szene weicht nach Spremberg „Schwarze Pumpe“ in den „Bunker 38″ aus und igelt sich regelrecht ein. Das Problem ist also regional nur um ein paar Kilometer verschoben. Die Lübbener Nazis treffen sich jetzt halt woanders.

Die vom Bürgermeister, den Stadtverordneten und Krankenhäusern gegen „die Rechten“ ins Leben gerufene „Bürgerinitiative Tolerantes Lübben“ hat außer dem Tag seiner Gründung NICHTS vorzuweisen…

Zwei Wochen nach dessen Gründung und einem überregionalem Nazi-Aufmarsch (300 Nazis, 150 Antifaschist_Innen, mehr), zu dem sie empfahl zu Hause zu bleiben, konnte die NPD eine Mahnwache abhalten und es positionierte sich weder die Stadt noch die „Bürgerinitiative“ dazu. Gerade 30 engagierte Antifaschist_Innen zeigten 15 NPD-Nazis, dass sie NIRGENDS ungestört ihre Menschen verachtende Ideologie öffentlich verkünden können oder in diesem Fall auch beim Stimmenfang nicht ungestört bleiben.

Es kann nicht sein, dass die zivilgesellschaftliche Auseinandersetzung mit den Nazis im Bürgermeisterbüro beginnt, in der RBB-Abendschau mal erwähnt wird und in der Zeitung „Lausitzer Rundschau“ endet. Da gehört schon einiges mehr dazu: HINSCHAUEN wenn mehrere Dutzend Neonazis ungestört einen Jugendlichen auf dem Marktplatz zusammenschlagen, EINGREIFEN wenn zig Nazis mal wieder Menschen durch Lübben jagen und NICHT WEGHÖREN wenn von Stammtischrassisten gegen „die Ausländer“ gehetzt wird.

Gesellschaftliche Probleme wie Armut, soziale Ausgrenzung, rassistische und sexistische Diskriminierung haben eine Ursache. Es muß darum gehen, Lübbener für diese Probleme zu sensibilisieren und klar zu machen, dass mit ein paar gut gemeinten Worten diese Probleme nicht aus Lübben und letztlich aus der Welt zu schaffen sind.

Deshalb ruft ein Bündnis verschiedener Gruppen (u.a. die „Antifa Spreewald“ und die „Autonome Antifa Lübben“) zu einer Demonstration auf; um auf den rassistischen und nationalistischen Konsens, der unter vielen Lübbnern stillschweigend existiert AUFMERKSAM zu machen, darüber AUFZUKLÄREN und ihn zu DURCHBRECHEN.

Wenn die Stadt will dass sich hier etwas verändert, darf sie Jugendlichen, die versuchen Freiräume von Angst und Verfolgung zu schaffen, keine Steine in den Weg legen! Aktionen der Stadt, wie die Schließung des einzigen nicht-Nazi Jugendtreff und ihrer fehlende Unterstützung gegen die Nazi Aufmärsche sind dabei nicht förderlich. Deshalb fordern wir ein Jugendzentrum indem Nazis unerwünscht sind und nicht toleriert werden.

16. August 2008, 13 Uhr, Bahnhofsvorplatz Lübben

Demo gegen den rassistischen Konsens, für alternative Freiräume!